Macher:innen im Interview – Knut Wuhler: „Freiheit und Verantwortung gehören untrennbar zusammen“
Einen Unterschied machen, für alle: Sameign unterstützt soziale Organisationen, gemeinnützige Unternehmen, Stiftungen und engagierte Einzelpersonen, die mit ihren Ideen gesellschaftliche Herausforderungen anpacken wollen. Wir haben den Gründer Knut Wuhler gefragt, welche Geschichte hinter seinem Unternehmen steckt.
Was waren deine Anfänge als Unternehmer?
Ich bin eher zufällig Unternehmer geworden. Über viele Jahre habe ich Projekte für öffentliche Institutionen, Hochschulen und soziale Träger entwickelt und finanziert. Irgendwann habe ich gemerkt, dass gute Ideen allein nicht ausreichen. Wer wirklich etwas verändern will, muss selbst Verantwortung übernehmen und Strukturen schaffen. Deshalb habe ich die Sameign gGmbH gegründet. Nicht, weil ich Unternehmer werden wollte, sondern weil ich gestalten wollte.
Was war ein Moment, in dem du gemerkt hast: Erfolg allein macht’s eigentlich nicht aus?
Eigentlich sehr früh. Förderzusagen, Umsätze oder neue Projekte fühlen sich für einen kurzen Moment gut an. Wirklich zufrieden bin ich aber dann, wenn ich sehe, dass ein junger Mensch seinen Ausbildungsplatz findet, ein Unternehmen neue Perspektiven entwickelt oder aus einer Idee eine echte Veränderung entsteht. Erfolg ist für mich deshalb kein Kontostand, sondern die Wirkung, die bleibt, wenn ein Projekt abgeschlossen ist.
Welche Eigenschaft brauchst du als Unternehmer heute mehr denn je?
Mut, Unsicherheit auszuhalten. Wir leben in einer Zeit permanenter Transformation. Es gibt immer seltener den perfekten Plan. Entscheidungen müssen oft getroffen werden, obwohl noch nicht alle Informationen vorliegen. Gleichzeitig braucht es Neugier und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Wer glaubt, bereits alles zu wissen, wird die Zukunft kaum mitgestalten.
Freiheit und Verantwortung – was bedeuten diese Wörter für dich?
Freiheit bedeutet für mich, Ideen verfolgen zu dürfen. Verantwortung bedeutet, die Folgen dieser Ideen auch selbst zu tragen. Beides gehört untrennbar zusammen. Unternehmerinnen und Unternehmer genießen viele Freiheiten – aber genau deshalb tragen sie auch Verantwortung für ihre Mitarbeitenden, ihre Partner und die Gesellschaft. Ich wünsche mir mehr Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Wirkung nicht als Gegensätze verstehen, sondern als gemeinsame Aufgabe.
Einen Unterschied machen, für alle: Sameign unterstützt soziale Organisationen, gemeinnützige Unternehmen, Stiftungen und engagierte Einzelpersonen, die mit ihren Ideen gesellschaftliche Herausforderungen anpacken wollen. Wir haben den Gründer Knut Wuhler gefragt, welche Geschichte hinter seinem Unternehmen steckt.
Was waren deine Anfänge als Unternehmer?
Ich bin eher zufällig Unternehmer geworden. Über viele Jahre habe ich Projekte für öffentliche Institutionen, Hochschulen und soziale Träger entwickelt und finanziert. Irgendwann habe ich gemerkt, dass gute Ideen allein nicht ausreichen. Wer wirklich etwas verändern will, muss selbst Verantwortung übernehmen und Strukturen schaffen. Deshalb habe ich die Sameign gGmbH gegründet. Nicht, weil ich Unternehmer werden wollte, sondern weil ich gestalten wollte.
Was war ein Moment, in dem du gemerkt hast: Erfolg allein macht’s eigentlich nicht aus?
Eigentlich sehr früh. Förderzusagen, Umsätze oder neue Projekte fühlen sich für einen kurzen Moment gut an. Wirklich zufrieden bin ich aber dann, wenn ich sehe, dass ein junger Mensch seinen Ausbildungsplatz findet, ein Unternehmen neue Perspektiven entwickelt oder aus einer Idee eine echte Veränderung entsteht. Erfolg ist für mich deshalb kein Kontostand, sondern die Wirkung, die bleibt, wenn ein Projekt abgeschlossen ist.
Welche Eigenschaft brauchst du als Unternehmer heute mehr denn je?
Mut, Unsicherheit auszuhalten. Wir leben in einer Zeit permanenter Transformation. Es gibt immer seltener den perfekten Plan. Entscheidungen müssen oft getroffen werden, obwohl noch nicht alle Informationen vorliegen. Gleichzeitig braucht es Neugier und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Wer glaubt, bereits alles zu wissen, wird die Zukunft kaum mitgestalten.
Freiheit und Verantwortung – was bedeuten diese Wörter für dich?
Freiheit bedeutet für mich, Ideen verfolgen zu dürfen. Verantwortung bedeutet, die Folgen dieser Ideen auch selbst zu tragen. Beides gehört untrennbar zusammen. Unternehmerinnen und Unternehmer genießen viele Freiheiten – aber genau deshalb tragen sie auch Verantwortung für ihre Mitarbeitenden, ihre Partner und die Gesellschaft. Ich wünsche mir mehr Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Wirkung nicht als Gegensätze verstehen, sondern als gemeinsame Aufgabe.
Drei Tipps für junge Menschen, die Unternehmer werden möchten
Gründe nicht, um Unternehmer zu sein – gründe, weil du ein Problem lösen willst.
Umgib dich mit Menschen, die anders denken als du. Innovation entsteht selten in der eigenen Komfortzone.
Hab keine Angst vor Fehlern. Die meisten guten Entscheidungen entstehen erst, nachdem man gelernt hat, mit Rückschlägen umzugehen.
Knut Wuhler
Mach was draus
Die Zukunft braucht Macher:innen
Viele denken bei Unternehmertum an Anzug, Büro und Zahlen. Dabei geht es oft um etwas ganz anderes: Ideen entwickeln. Probleme lösen. Menschen begeistern. Dinge verändern. Verantwortung übernehmen. Darum dreht sich das Projekt A³ Unternehmertum & Engagement.Leben.
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Rebecca Weingarten
Tamara Weber
